Linux auf Targa Traveller 826T

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Inhaltsverzeichnis

Gute Vorbereitung ist alles

Zunächst die Datei Targa.tar.bz2 auf den Windows-Desktop laden.

Ich wollte möglichst die bestehende(n) Installation(en) weiter erhalten. Also habe ich von der Windows-Partition 10GB abgespalten, davon habe ich 1GB als Linux Swap abgespalten. (Eine Swap-Partition tut Linux immer gut...). Dazu kann man entweder SystemRescueCD mit parted benutzen oder, wie ich, Partition Magic unter Windows. Damit kam ich zu folgender Partitionierung:

/dev/hda1               1        7777    62468721    7  HPFS/NTFS
/dev/hda2            7778        7789       96390   83  Linux
/dev/hda3            7790        9191    11261565    f  W95 Erw. (LBA)
/dev/hda4            9192        9733     4353615   1c  Verst. W95 FAT32 (LBA)
/dev/hda5   *        7790        8936     9213246   83  Linux
/dev/hda6            8937        9064     1028128+  82  Linux Swap / Solaris
/dev/hda7            9065        9191     1020096    b  W95 FAT32

Also wird nun auf /dev/hda5 installiert mit Swap auf /dev/hda6.

Installation des Ubuntu-Desktops

Zur Installation des Systems habe ich ubuntu-5.04-install-i386.iso runtergeladen und auf eine CD gebrannt. Achtung hier: Das ist das i386-System, nicht das amd64. Das ginge eigentlich auch, ndiswrapper macht dann aber Probleme (und Hardwareclock etc.pp.).

Dann von diser CD installieren. Achtung: als Boot-Parameter noch noapic mitgeben, sonst dauert es ewig.

Netzwerk kann man erstmal ignorieren. Sollte man ein kabelgebundenes Netzwerk zur Hand haben, ruhig einstecken, die Netzwerkkarte wird erkannt, die WLAN-Karte nicht.

Zum Abschluss diese Schrittes sollte man ein (wenn auch noch recht langsames) Ubuntu-System installiert haben.

Installation des neuen Kernels

Nun den vorbereiteten neuen Kernel mit ndiswrapper installieren:

In /etc/fstab die Partitionen für WindowsXP und QuickMedia mit

sudo vi /etc/fstab

ergänzen, sodass dies dann so aussieht:

# /etc/fstab: static file system information.
#
# <file system> <mount point>   <type>  <options>       <dump>  <pass>
proc            /proc           proc    defaults        0       0
/dev/hda5       /               ext3    defaults,errors=remount-ro 0       1
/dev/hda6       none            swap    sw              0       0
/dev/hdc        /media/cdrom0   udf,iso9660 ro,user,noauto  0       0
/dev/hda1       /WindowsXP      ntfs    rw,uid=1000,gid=1000 0  0
/dev/hda2       /QuickMedia     ext3    defaults        0       0

Dann die dazugehörigen Verzeichnisse anlegen:

sudo mkdir /WindowsXP /QuickMedia

und diese dann mit

sudo mount -a

einbinden. Nun entpacken wir den Kernel in /usr/src:

cd /usr/src
sudo tar xvfj /WindowsXP/Dokumente\ und\ Einstellungen/<Windows-Anmeldename>/Desktop/Targa.tar.bz2

Den neuen kernel installieren wir mit

sudo dpkg -i kernel-image-2.6.13_10.00.Custom_i386.deb

Installation des Wireless LAN

Dazu müssen wir noch mit

sudo apt-get ndiswrapper-utils

die für den ndiswrapper notwendigen Progamme holen und können dann mit

sudo dpkg -i ndiswrapper-modules-2.6.13_0.12+1.0rc2-1+10.00.Custom_i386.deb

das ndiswrapper-Modul installieren.

Nun installieren wir den Windows-Treiber mit

sudo unzip WINNT.zip
cd WINNT
sudo ndiswrapper -i NETI2220.INF
sudo ndiswrapper -m

Nun müssten wir bei Eingabe von

ndiswrapper -l

folgende Ausgabe bekommen:

Installed ndis drivers:
neti2220        driver present, hardware present

So, nun noch die Ethernetkarte und die WLAN-Karte in /etc/network/interfaces eintragen:

sudo cat >> /etc/network/interfaces << EOD

auto eth0
iface eth0 inet dhcp

auto wlan0
iface wlan0 inet dhcp
wireless-essid <ESSID>
wireless-key <WEP-Key>
EOD

(Dies kann man auch schon unter Gnome in System/Systemverwaltung/Netzwerk machen.)

Und nach einem Reboot

sudo shutdown -r now

sollte der neue Kernel mit WLAN laufen.

Installation Audio

Audio sollte mit dem installierten Kernel laufen. Ich habe Cyberlinks Patches der Alsa Driver eingebaut. (Dank an Heinrich Blau)

Installation des Modems

Das gleiche gilt für das Modem, Patch ist eingearbeitet. (Dank an Heinrich Blau)

Nun nur noch den sl-modemd mit

sudo apt-get install sl-modem-daemon
sudo cat >> /etc/modules/alsa-base << EOF
options snd-atiixp-modem index=2
EOF

installieren und sicherstellen, dass der Link

/dev/ttySL0 --> /dev/pts/N

vorhanden ist. Nach dem nächsten Reboot sollte das Modem über /dev/ttySL0 benutzbar sein.

Installation des (proprietären) ATI-Grafiktreibers

Wem es nichts ausmacht, sein Ubuntu mit einem proprietären Treiber zu belasten, der kann auch den Treiber von ATI installieren. In dem obigen Paket sind auch die Dateien dafür enthalten.

cd /usr/src/fglrx
sudo dpkg -i xorg-driver-fglrx_8.16.20-1_i386.deb
sudo dpkg -i fglrx-kernel-2.6.13_8.16.20-1+10.00.Custom_i386.deb
sudo dpkg -i fglrx-control_8.16.20-1_i386.deb
sudo mv /etc/X11/xorg.conf /etc/X11/xorg.conf.save
sudo cp xorg.conf /etc/X11

Dann ausloggen und mit STRG-ALT-F2 auf eine virtuelle Console wechseln und einloggen. Dann gdm neustarten

sudo /etc/init.d/gdm restart

und X11 sollte deutlich schneller laufen. (Und die CPU braucht nicht 2GHz für den Bildschirmschoner... (:-)

Offene Punkte

Bluetooth

Ich habe gehört, dass es geht. Ich hab's nicht versucht. Wenn es bei dir läuft, lasst mich wissen, wie es geht...

Infrarot

Nicht probiert.

Card Reader

Habe ich nur kurz versucht, gab mir eine Fehlermeldung:

Jul 20 18:25:33 localhost cardmgr[4618]: unsupported card in socket 0
Jul 20 18:25:33 localhost cardmgr[4618]:   product info: "RICOH", "Bay1Controller"

Hann Böck hat berichtet, dass es einen Treiber soll es auf Sourceforge gibt.

DVB-T

Diese Karte scheint laut Kernel-Dokumentation eine "AOPEN VA1000 POWER" (1131:7133) zu sein, lspci hält es für eine "Philips Semiconductors SAA7133", während des Bootens wird sie als "LifeView FlyDVB-T DUO" erkannt. Diese wird von dem V4L-Treibern im Kernel unterstüzt.

Der Treiber ist im Kernel enthalten. Ausprobieren konnte ich es mangels Empfang nicht.

Zum guten Schluss

Wenn jemand Erfahrung und Erfolg mit weiteren Komponenten hatte, gerne Mail an mich, ich nehme es dann auf.

Dieser Bericht findet auch sich unter http://tuxmobil.org/pics/tuxmobil_sticker.png und http://www.linux-on-laptops.com/images/linux-on-laptops.gif.

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